Ich war live dabei beim Foo Fighters Konzert in Wien

Schon am Heimweg hab ich gemerkt, Leudde, Leudde, dass dieses Konzert länger nachhallen wird als viele andere. Gestern standen die Foo Fighters endlich wieder in Wien auf der Bühne und nach elf Jahren Wartezeit hat sich jede Minute gelohnt. Echt wirklich JEDE Minute. Denn so eine Stimmung erlebt man nicht alle Tage.

Über 55.000 Menschen und trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, Teil von etwas Persönlichem zu sein. Die Band brauchte keine Pyrotechnik und keine riesigen Showeffekte. Die Musik, die Lichtshow und diese unglaubliche Präsenz von Dave Grohl haben völlig gereicht. Auf jeden Fall war genau diese Ehrlichkeit das, was mich am meisten beeindruckt hat.

Besonders in Erinnerung bleibt mir „Under You“. Tausende Handylichter, fast völlige Ruhe und dann dieser Moment, in dem einfach alles zusammengepasst hat. Später der Wechsel auf die kleine Bühne mitten im Publikum, das war ebenfalls richtig gelungen. Und natürlich „Everlong“ zum Abschluss… besser hätte der Abend garnicht enden können.

Aber ja, ich bin vermutlich noch immer ein bisserl im Konzertmodus. Ich weiß jetzt schon, dass ich beim nächsten Wien Termin wieder dabei sein möchte. Nicht falsch verstehen, nicht jede Band schafft das mit mir. Habt ihr auch solche Konzerte, an die ihr Jahre später noch sofort zurückdenkt?

Maverick mit Mel Gibson ist auch nach 20 Jahren noch ein sehenswerter Streifen

Maverick ist einer jener Filme, die einem einfach im Gedächtnis bleiben. Man kennt da einfach jede Szene, jede Pointe und trotzdem freut man sich wie ein kleines Kind, wenn man sie wieder sieht. „Maverick“ ist für mich genau so ein Film. Früher hab ich ihn natürlich auf Deutsch gesehen. Eh klar, da war mein Englisch einfach zu schlecht. Aber diesmal hab ich mir gedacht: Warum nicht mal in Englisch, im Original eben? Und ich sag’s euch: Es zahlt sich aus.

Der Humor funktioniert im Original einfach noch ein Stück besser. Die Dynamik zwischen Mel Gibson, Jodie Foster und James Garner ist sowieso einfach unschlagbar. Besonders Garner, der übrigens im Original die Rolle gespielt hat, die Mel Gibson im Film übernimmt, hat eine Präsenz, die dem Ganzen noch mehr Charme verleiht. Diese Mischung aus Western, Poker und augenzwinkernder Selbstironie macht den Film für mich einzigartig.

Falls ihr den Film noch nicht kennt (was ich fast echt nicht glauben kann, aber just in case): „Maverick“ erzählt die Geschichte eines charmanten Pokerspielers im Wilden Westen, der versucht, genug Geld zusammenzukratzen, um an einem großen Turnier teilzunehmen. Dabei gerät er in die verrücktesten Situationen, trifft auf windige Gestalten und hat eine ziemlich verdächtige Glückssträhne. Alles in allem: ein genial unterhaltsamer Mix aus Western, Abenteuer und Comedy.

Kleiner Fun Fact für Film Fans. Wusstet ihr, dass Regisseur Richard Donner damals auch „Lethal Weapon“ gemacht hat? Kein Wunder also, dass es eine kleine, aber geniale Anspielung gibt: In einer Szene taucht plötzlich Danny Glover als Bankräuber auf, und für einen kurzen Moment merkt man, dass sich Mel Gibson und er erkennen. Inklusive der passenden „Lethal Weapon“-Musik im Hintergrund. Einfach grandios!

Übrigens: Jodie Foster und Mel Gibson sind nach dem Dreh tatsächlich richtig gute Freunde geworden. Sie haben später sogar nochmal zusammengearbeitet. Wahrscheinlich zocken sie bis heute Poker miteinander, das würd ich zu gern mal sehen. Haha..

Egal, wie oft ich ihn anschaue: „Maverick“ verliert für mich nichts von seinem Charme. Gerade in einer Zeit, in der so viele Filme nur noch auf Special Effects setzen, ist es erfrischend, einen Film zu sehen, der mit cleverem Humor, tollen Darstellern und einer spannenden Geschichte punktet.

Falls ihr ihn auch mal (wieder) sehen wollt, kann ich euch nur empfehlen, die englische Version auszuprobieren. Und falls ihr ein bisschen in Nostalgie schwelgen wollt. Hier ist die Titelmelodie, in der Mel Gibson und James Garner auch mit dabei sind.

Shirin Davids neues Album hat mich nicht abgeholt

Ich geb’s ehrlich zu: Ich hatte Erwartungen. Keine all zu riesigen (wir sprechen noch immer über Shirin Davids *g), aber doch die Hoffnung, dass Schlau aber Blond irgendetwas Neues wagt. Etwas, das überrascht. So wie das letzte Album. Das hat mich begeistert. Stattdessen klingt das neue Album wie ein Algorithmus, der die größten Pop-Hits der letzten 15 Jahre durch den Mixer jagt und mit einer pinken Schleife serviert. Meeeeeh!

Versteht mich nicht falsch. Pop darf leicht sein, eingängig, tanzbar. Aber hier wirkt vieles austauschbar. Die musikalischen Referenzen? Offensichtlich. Die Lyrics? Vorhersehbar. Der „Süßmausi“-Sprech? Schon längst durch. Einzig FSK 16 hebt sich heraus, da blitzt endlich wieder das auf, was Shirin stark machen könnte. Mehr davon hätte dem Album gutgetan.

Was mich nicht loslässt, ist die Frage: Will Shirin David wirklich genau diese Art von Musik machen oder hat sie sich für den sicheren Weg entschieden? Denn künstlerisches Risiko sucht man hier vergeblich. Alles wirkt glattpoliert, aber nicht mutig.

Und ja, die PULS Musikanalyse hat’s auf den Punkt gebracht: Wer tiefer in die Schwächen des Albums eintauchen will, sollte sich das Video unbedingt anschauen.

Am Ende bleibt ein solides, aber wenig aufregendes Pop-Album. Perfekt für Instagram-Stories oder den Weg zur Party. Aber nicht für die Ewigkeit.