Ich hab die Tage beim Schauen von Murderbot irgendwann gemerkt, dass mich hier nicht nur die Handlung hält, sondern diese stille, fast spröde Art, wie alles erzählt wird. Wie die Buch Fans unter uns wissen, galt die Vorlage lange als schwer verfilmbar, gerade wegen der vielen inneren Gedanken und dieser seltsamen Mischung aus Thriller, Comedy und einer Figur, die mit Menschen eher ringt, als dass sie sich ihnen öffnet. Und trotzdem funktioniert es. Vielleicht sogar genau deshalb.
Ich mag, dass die Serie nicht dauernd beweisen will, wie klug sie ist. Sie ist es einfach. Das trockene Voiceover, die distanzierte Beobachtung, der feine Sarkasmus, all das wirkt erstaunlich ehrlich. Alexander Skarsgård gibt dieser Figur etwas Kühles, aber nie Leeres. Und die kurzen Folgen machen das Ganze noch konzentrierter, fast eleganter. Man schaut weiter, obwohl man eigendlich kurz pausieren wollte.
Dass schon Staffel 2 kommt, freut mich wirklich. Murderbot ist für mich keine laute Sensation, sondern etwas Besseres, eine wirklich richtig gute SciFi Serie, die noch eine Weile im Kopf bleibt. Hier ist der Trailer dazu. Aber gebt euch einfache inen Ruck und fangt einfach euren Binge Watch an. Ihr werrdet es nicht bereuen.