Maverick ist einer jener Filme, die einem einfach im Gedächtnis bleiben. Man kennt da einfach jede Szene, jede Pointe und trotzdem freut man sich wie ein kleines Kind, wenn man sie wieder sieht. „Maverick“ ist für mich genau so ein Film. Früher hab ich ihn natürlich auf Deutsch gesehen. Eh klar, da war mein Englisch einfach zu schlecht. Aber diesmal hab ich mir gedacht: Warum nicht mal in Englisch, im Original eben? Und ich sag’s euch: Es zahlt sich aus.
Der Humor funktioniert im Original einfach noch ein Stück besser. Die Dynamik zwischen Mel Gibson, Jodie Foster und James Garner ist sowieso einfach unschlagbar. Besonders Garner, der übrigens im Original die Rolle gespielt hat, die Mel Gibson im Film übernimmt, hat eine Präsenz, die dem Ganzen noch mehr Charme verleiht. Diese Mischung aus Western, Poker und augenzwinkernder Selbstironie macht den Film für mich einzigartig.
Falls ihr den Film noch nicht kennt (was ich fast echt nicht glauben kann, aber just in case): „Maverick“ erzählt die Geschichte eines charmanten Pokerspielers im Wilden Westen, der versucht, genug Geld zusammenzukratzen, um an einem großen Turnier teilzunehmen. Dabei gerät er in die verrücktesten Situationen, trifft auf windige Gestalten und hat eine ziemlich verdächtige Glückssträhne. Alles in allem: ein genial unterhaltsamer Mix aus Western, Abenteuer und Comedy.
Kleiner Fun Fact für Film Fans. Wusstet ihr, dass Regisseur Richard Donner damals auch „Lethal Weapon“ gemacht hat? Kein Wunder also, dass es eine kleine, aber geniale Anspielung gibt: In einer Szene taucht plötzlich Danny Glover als Bankräuber auf, und für einen kurzen Moment merkt man, dass sich Mel Gibson und er erkennen. Inklusive der passenden „Lethal Weapon“-Musik im Hintergrund. Einfach grandios!
Übrigens: Jodie Foster und Mel Gibson sind nach dem Dreh tatsächlich richtig gute Freunde geworden. Sie haben später sogar nochmal zusammengearbeitet. Wahrscheinlich zocken sie bis heute Poker miteinander, das würd ich zu gern mal sehen. Haha..
Egal, wie oft ich ihn anschaue: „Maverick“ verliert für mich nichts von seinem Charme. Gerade in einer Zeit, in der so viele Filme nur noch auf Special Effects setzen, ist es erfrischend, einen Film zu sehen, der mit cleverem Humor, tollen Darstellern und einer spannenden Geschichte punktet.
Falls ihr ihn auch mal (wieder) sehen wollt, kann ich euch nur empfehlen, die englische Version auszuprobieren. Und falls ihr ein bisschen in Nostalgie schwelgen wollt. Hier ist die Titelmelodie, in der Mel Gibson und James Garner auch mit dabei sind.